Die Zukunft von Quelle
Juni 29, 2009 at 9:47 am Hinterlasse einen Kommentar
Das Hoffen und Bangen bei Quelle zieht sich weiter. Das Hin und Her um den Massekredit für das insolvente Versandhaus ist für die Mitarbeiter ein „furchtbarer Nervenkrieg“. Heute Nachmittag soll die Bundesregierung jedoch endgültig einen Entschluss um die Rettung von Quelle treffen. Doch selbst für den Fall, dass Quelle der erhoffte Kredit von 50 Millionen Euro genehmigt wird, bleibt die Zukunft des Unternehmens ungewiss. Denn die Konten von Quelle sind komplett leergeräumt. Kurz nachdem Anfang Juni Insolvenz beantragt wurde, musste Quelle die letzten Reserven an den Mutterkonzern Arcandor überweisen. Dieses, nicht unübliche Verfahren wird als „Cash-Pooling“ bezeichnet. Seitdem muss das Unternehmen ohne flüssige Finanzmittel auskommen.
In Regierungskreisen hörte man schon Aussagen darüber, dass Quelle auch mit dem Kredit in diese Form „nicht überlebensfähig“ sei. Im günstigsten Fall könnte ein Investor Teile des Unternehmens übernehmen und zumindest diese Arbeitsplätze sichern. Selbst Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) wollte den Angaben zufolge nicht mehr von einer Rettung sprechen. “Der Massekredit ist eine Übergangslösung. Es muss bei Quelle erheblich mehr geschehen”, sagte Zeil. Seehofer (CSU) kritisiert solche Aussagen vehement.
Der Fall Quelle ist somit schon längst zum Politikum geworden. Für den Fall, dass der Kredit genehmigt wird, werden 50 Prozent vom Bund und je 25 Prozent von den betroffenen Ländern Bayern und Sachsen zugesteuert.
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